müsste Heißhunger nicht eigentlich Süßhunger heißen?

Denn wenn wir mal ehrlich sind, dann  haben wir meistens Heißhunger auf süße Speisen, oder?

die Lust auf Süßes - ein Interpretationsmodell

Weil selten jemand tatsächlich Heißhunger auf bittere Nahrung hat, stelle ich mir oft die Frage, ob Heißhunger nicht eigentlich Süßhunger heißen müsste?
Heißhunger verwenden wir ja, wenn wir das sehr dringende Bedürfnis haben, eine bestimmte Sache zu essen. Aber wenn wir uns das Wort an sich mal genauer anschauen, dann geht es ja um "heiß" und "Hunger". Wir sind also heiß auf etwas, was durch Hunger ausgedrückt wird.
Wie wird denn diese Hitze gekühlt?

Wenn ich Heißhunger habe, müsste ich mich dann nicht mit etwas Kaltem abkühlen?
Anstelle dessen, wird irgendeine klebrige süße Substanz aufgenommen.
Lassen wir den Temperaturaspekt mal so stehen.

Wodurch entsteht denn überhaupt diese Gier nach Nahrung?
Und woher kommt dann das Verlangen nach einer bestimmten Sorte, bzw. in den meisten Fällen nach süß.

Hunger ist ein angeborener Instinkt, der auf körperlich erfahrbarer Ebene anzeigt, dass Nahrung zugeführt werden sollte. Warum Nahrung? Weil Hunger nur ein Indikator für den Energiehaushalt darstellt. Und Lebensmittel haben ja einen gewissen Brennwert, also Kalorien.
Kalorien sind ja nichts anderes als eine Einheit für Energie.
Somit: Energiedefizit im Körper führt zu Hunger und im besten Fall zur Energieaufladung.

Hunger ist aber nicht immer körperlicher Qualität. 
Hunger kann auch mental oder bzw. vor allem auf seelischer Ebene entstehen. 
Dieser "seelische Hunger" wird ursprünglich nicht über unser körperliches Hungerempfinden signalisiert.

Die Botschafter der Seele sind deine Gefühle!


Instinktiv zeigen deine Gefühle den Zustand deiner Seele an, sie schickt dir Hinweise über verschiedene Emotionen und Befindlichkeiten.
Soweit so gut.  Aber wie kommt es dann dazu dass viele Menschen heutzutage körperlichen Hunger verspüren, wenn eigentlich die Seele Aufmerksamkeit benötigt?

-> durch erworbene Kompensationsstrategien <-
und Konditionierung

Das kann schon im Kinderalter beginnen. Zum Beispiel wenn ein Kind Aufmerksamkeit von seinen Eltern fordert, diese aber nicht bekommt, sondern zur Ablenkungen einen Pudding bekommt.
Dann ist ja erstmal Ruhe, das Kind ist abgelenkt, die Eltern können sich der Sache widmen mit der sie beschäftigt sind.
Aber hier haben wir schon die erste Kompensation + Konditionierung.
Seele sagt: Ich brauche Liebe / ich fühle mich allein / ich bin unsicher / Ich brauche Zuneigung / Ich brauche Beistand
Seele/Körper bekommt: Zucker

Notiz vom Körper:  wenn ich das und das fühle, wird es mit Zucker besser

SPOILER: DAS IST EINE LÜGE!


Diese Lüge besteht auf einem zartem Gerüst aus Konditionierungen über Jahre und Kompensationssysteme. Die eigenen Gefühle und Instinkte lässt man wortwörtlich verhindern und trainiert sich eine Ausweichstrategie an. Aber wir alle Kompensationen, sind es eben Kompensationen. Die Erstattung bzw der Ersatz von etwas, es ist eine Täuschung.
Die Täuschung funktioniert solange bis auch der Körper verhungert.
Man bekommt dann irgendwann psychische Beschwerden, körperliche Symptome etc.

Dann wundern wir uns, woher das auf einmal kommt?
Und kein Arzt findet eine passable Lösung. 

Kann er auch nicht, denn

 die Lösung liegt immer in uns selbst.

Nur durch jahrelange Maskierung unserer Bedürfnisse haben wir einerseits die Signale verdeckt und andererseits verlernt diese wahrzunehmen.

Also lass mal an uns selber glauben und die Masken fallen lassen, für uns.
Das größte Zeichen von Liebe ist es, nackt mit sich selbst zu sein und sich sich selbst nackt begegnen. Nicht nur körperlich nackt, sondern auch frei von allen Maskierungen, Kompensationen und Überlebensstrategien. Sympathikus - du kannst mich mal! 

Warum also nun der Geschmack süß?

Zum einen ist die Milch unserer Mutter süß. 
Was bedeutet also süß ? 
Wir verknüpfen die Geschmacksempfindung süß mit Mutter, mütterlich, nähren, schöpfen, Sicherheit, im Schoß der Mama, an Mamas Brust, Geborgenheit, Fürsorge, Zuneigung.
Süß nährt und erdet. süß beruhigt den Körper und den Geist. süß zentriert. bringt uns in unserer Mitte und lässt uns Energie tanken, die Welt um einen herum mal Welt sein lassen und sich mit sich selbst verbinden.

Hierhin liegen auch die Motive für den Genuss von süßem.

Heißhunger, bzw Süßhunger entsteht, wenn diese Aspekte Defizite aufweisen.
DAS sind deine eigentlichen BEDÜRFNISSE !
Aber du kannst deinen Hunger nach Zuneigung nicht mit einem Nutellabrot stillen. Kurz wird dein Kompensationsschalter umgelegt und eine Verknüpfung zu erlernten Verhaltensmustern hergestellt. Für den Moment macht es den Anschein als seist du befriedigt.
Aber dein wirkliches Bedürfnis schlummert im Untergrund und wird über die Zeit immer aufdringlicher werden.
Das einfachste Beispiel hierfür ist, wenn du versuchst deinen "normalen" Hunger mit Wasser zu sättigen. Das klappt vielleicht kurz, aber der Hunger kommt wieder und wird immer stärker.
Wenn du Zuneigung brauchst aber deiner Seele ein Nutellabrot gibst, ja dann wird das Bedürfnis nach Zuneigung immer stärker weil du es mit Zuneigung/Liebe/Aufmerksamkeit hättest stillen dürfen.

Meet your needs !


Wie du merkst, dass das Nutellabrot nicht das war, was du WIRKLICH gebraucht hast? Ganz einfach, wenn das Bedürfnis hast, noch ein zweites und vielleicht ein drittes zu essen.
Denn wenn du Durst hast und Wasser trinkst, dann ist dann Durst ja bald gelöscht oder? Du musst nicht drei Flaschen trinken und dann vielleicht doch noch eine vierte?!

Ein weiterer Aspekt wieso wir oft das Verlangen nach dem Geschmack süß haben:
Süß gehört zum Element Erde und somit in den Spätsommer. Danach schließt sich der Herbst an. Die Früchte des Spätsommers wären nicht ohne den Frühling (Holz) entstanden. 

Die Beziehungen untereinander:
Erde (süß) nährt das Metall (scharf-Herbst) und beruhigt Holz (Frühling, sauer).
Also kann auch eine mögliche Erklärung sein, dass du einen Defizit auf den Metallebenen hast oder einen Überschuss an Holz.
Durch den übermäßigen Verzehr von süß können diese beiden Elemente dahingehend beeinflusst werden.

Auf Instagram hatte ich vor kurzem eine Story zum Thema HOLZ in der Ernährung geteilt. 
Die Holz-Energie ist auch jetzt im Spätsommer noch sehr präsent. Das liegt einerseits daran, dass die Jahreszeiten sehr verschwommen sind und wir sie nicht abgegrenzt wahrnehmen können. Andererseits auch an den globalen Ereignissen der Pandemie, Hysterie, Chaos und des monatelangen Lockdowns mit all seinen Facetten. Das "Eingesperrtsein" und "Unbeweglichkeit" sind eigentlich Qualitäten des Winter (Wasser-element), wurde für uns aber künstlich erzeugt und körperlich spürbar. Deshalb stellt der Instinkt dann um auf die chronologisch logische Folge von Holz auf Wasser.
Also Entfaltung, Entwicklung, Entdeckergeist - Frühling eben.
Aber wir befinden uns im Spätsommer und im Inneren wissen wir das ja auch. Deshalb wird dieser Zwist zwischen spiritueller Holz-Erfahrung und instinktiver Erde-Saison über den übermäßigen Konsum von süßen Nahrungsmitteln ausgeglichen.
Aber viel ratsamer, als synthetisch hergestellte Süßigkeiten wäre es, zu tatsächlich nährenden süßen Lebensmitteln, dem Erd-Element entsprechend zu greifen.

Kurz und Knapp:

Echte Lebensmittel - saisonal - regional -

 in verhältnismäßigen Portionen

Gönn dir Gesundheit, 

deine Roxy!

Falls du mehr über deine individuelle Ernährungsgewohnheiten erfahren möchtest, dann schau mal hier (mehr erfahren Button)


Eine spezielle Lebensmittelauswahl findest du hier (Auswahl Button)


SOMMERSONNENWENDE


Am 21.06.2021 findet die diesjährige Sommersonnenwende statt.

Okai gut, du denkst dir jetzt bestimmt? - ja na und?
Hast du in den letzten Tagen bemerkt, wie auffällig lange es hell draussen ist?
Hast du auch sich lange hinziehende Sonnenuntergänge beobachtet und dich gewundert, dass es plötzlich schon so spät ist, aber immer noch hell?
Dies ist das bemerkenswerte Spiel der Natur.

Damit wir die Sommersonnenwende eingeleitet, welche quasi den Höchststand an Sonnenlicht für dieses Jahr anzeigt.

Schade, dass wir als natürliches Lebewesen so wenig von unserer Natur wissen und achtsam wahr nehmen.
Es scheint normal zu sein, denn im hektischen Alltag bleibt kaum Raum und Ruhe für die Wertschätzung der Naturereignisse.
Deshalb gibts es jetzt einen kleinen Crashkurs zur sommerlichen Sonnenwendphase.

Wieso sommerlich? - Weil es auch eine Wintersonnenwende gibt.
Und je nach Erdhalbkugel sie jeweils das Gegenteilige anzeigen.
Bei uns (good old Germany) ist die Sommersonnenwende im Juni und die Wintersonnenwende im Dezember.
Auf der anderen Erdhalbkugel findet sie Sommersonnenwende im Dezember statt und sie läutern im Juni den Winter ein ;-)
verrückt - oder?

gut, zurück zu den heißen Fakten:


Die Sonnenwende allgemein bezeichnet einen Moment, in dem die Bahn der Sonne am weitesten nördlich/südlich am Himmel steht. Der Tag ist dann der kürzeste/längste des Jahres.

Der Tag hat dann das meiste/wenigste Tageslicht.

Meist ist diese Veränderung schon einige Tage vor und nach dem jeweiligen Datum spürbar - sofern man sich in Achtsamkeit übt und sein Gespür für die Natur und deren Gesetzmäßigkeiten nicht verloren hat.

Achte mal auf deinen Mittagsschatten - um diese Zeit wird dein Schatten am kürzesten erscheinen.

Auf der ganzen Welt gibt es kulturelle, ethnische, religiöse Feste, die die Sommersonnenwende nicht nur anzeigen, sondern auch feiern.
Eines der bekanntesten Beispiele ist wohl das Midsommerfest in Schweden.
In Schweden sammelt man zur Sommersonnenwende traditionell die erste Erdbeere des Jahres.
Diese Tradition ist auch mit dem ersten Vollmond der Saison (Sommersaison) verbunden - der sogenannte ERDBEERMOND.


Übrigens Vollmond ist am Donnerstag, den 24.06.2021 ;-)
Dieses Datum würde ich mir an deiner Stelle auch schonmal vormerken.


Während der Juni-Sonnenwende steht die Sonne genau über dem Wendekreis des Krebses - Happy Birthday an alle Krebs-Geborenen dieser Welt :-))

ÜBRIGENS: ab dem 21.06. werden automatisch auch die Tage dann wieder kürzer.
Es ist sozusagen der Peak der Tageslichtstunden, danach nehmen die Stunden voller Sonnenstrahlen wieder allmählich ab.

Ein häufig praktiziertes Ritual ist das Sonnwendfeuer, dieses symbolisiert die Feuerkraft der Sonne.
In der Natur ist nun des Zeitpunkt des Überflusses gekommen, monatelanges Entfalten, Spriessen, Keimen fließt nun in einen gemeinsamen Höhepunkt der Fülle.

Nur im Sommer erleben wir reichlich Geschenke von Mutter Natur in Form von BLÄTTERN, BLÜTEN UND FRÜCHTEN.

Sie sollen dich alle samt nähren.
Die Gaben der Natur sind für dein Wohlbefinden, deine Stärke, den Mut zur Explosion monatelanger geplanter Entfaltung und Fruchtbarkeit.

Sinnbildlich erfährt auch in dieser Jahreskreisperiode die Frau den Höhepunkt ihrer Fruchtbarkeit auf das ganze Jahr gesehen.

die Pflanzen dieser Zeit

Alles hat seine Zeit - und seine Geschichte! 

Alle Sonnenkräuter bringen die Wärme und Kraft. Du sollst genährt werden auf allen Ebenen deines Seins. Deshalb wirken die Sommerkräuter auch stark emotional kräftigend, und wirken gegen (winterliche) Depressionen. 
Ein herausragender Vertreter davon ist das Johanniskräut. Es wächst an warmen, trockenen geschützten Plätzen. Die Blüten erinnern an kleine Sonnen. Im Inneren birgen die Blüten ein "Sonnenblut" - zerreibst du die Blüte in den Fingern, tritt der rote heilende Saft der Pflanze aus.

Die Sommerkräuter wirkend heilend.
Achte auf die Kräuter, die dir begegnen und nutze deren Informationen für dich aus.
Lass die vom ätherischen Duft der Sonnenkräuter leiten und betören:

Weitere Beispiele:

Mädesüß
Weißdorn
Thymian
Oregano
Dost
Wasserhanf
Muskatellersalbei
Ringelblume
Basilikum
Bohnenkraut
Lavendel

Esprit und mind

Wer keinen Hang zu den tieferen Sinnen der Dinge und Ereignisse aus der Natur hat, darf diesen Absatz gerne überspringen. Obwohl es sich doch manchmal lohnt, etwas Neues auszuprobieren und von Zeit zu Zeit die eigenen Schranken zu testen und neu zu evaluieren.

Monatelange frühlingshafte Entscheidungsschwankungen, Entfaltungspläne, Wünsche und Träume sollen jetzt ihren endgültigen Zeitpunkt zur Durchführung finden. Du hast lange genug geplant, organisiert und strukturiert. Es ist jetzt Zeit zu springen!
Spring ins Wasser und sei mutig. Und das meine ich nicht nur auf den Baggersee bezogen.

Wer niemals springt, wird nie erfahren, wie erfrischend das kalte Wasser sein kann !


Im Sommer deines Lebens, sollst du Fülle und Verbundenheit leben. Separiere dich nicht länger, zeige dich der Welt!
Tiefe Emotionen dürfen sich leicht anfühlen, die Hitze der Sonne wird die nötige Schwere sowieso bringen, also darf alles andere gerne leicht sein.

Der Sommer gibt dir Kraft! 

Wärme ist Energie und somit ist 

der Sommer die wahrgewordene Ladestation, die du während den vergangenen Jahreszeiten so sehnsuchtsvoll erwartet hast.

Stecker rein und please wait for loading.
Du musst dafür garnicht viel tun, atmen und sein - das ist genug.

Denke immer daran: die Natur spiegelt dich wieder.
Denn du bist Natur!

Finde deinen Platz in der Umgebung der Natur und nehme ihn ein, verteidige diesen Platz und lebe alles was dich ausmacht aus.

Tanze nackt und schwimme im Mondschein - vielleicht sogar am Donnerstag den 24.06. schon zum Vollmond :-)
Lass dich überraschen von den Früchten und der Fülle des Lebens, die dir während dem Sommer einfach in die Hände gegeben werden.

Es ist JETZT die Zeit der Mutter! Der nährenden Mutter Natur.

aus Sicht der TCM

Die Sommersonnenwende spiegelt den Wechsel vom Element Holz zum Element Feuer wider.

Die Zeit feuriger Leidenschaft wird damit eingeleitet.

Feuer betonte Menschen haben jetzt ihren großen Auftritt, auf den sie sowieso an allen Tagen des Jahres heiß sind.
Die Sommerzeit ist die Zeit der Yang Fülle. Nicht nur das Sonnenlicht ist hier am meisten vertreten, sondern auch die Yang Energien.
Yang wie Licht haben es soweit gebracht Yin wie Schatten bis auf ein Minimum zurückzudrängen.

Licht und Energie sind das Motto. 
Sprühende Herzen, funkelnde Augen und glühende Hirne zeichnen diese Periode aus.

Herz ist ein gutes Stichwort, denn dieses ist das prägende Organ des Elements Feuer.
Herz und Dünndarm, Perikard und Verdauungsfeuer (3-Erwärmer).

Alles Dasein zeichnet sich durch aufbrausende Dynamik aus. Begeisterung und Gemeinsamkeit wollen gelebt werden.
Dies zeigt sich wieder am zugehörigen Sinnesorgan: der Zunge.
Der Drang zur Kontaktaufnahme und Kommunikation, geäußert über die Zunge erreicht seinen Jahreshöhepunkt.
Geschmacklich zeichnet sich diese Wandlunsphase über bittere Komponenten aus. Viele pflanzlichen Lebensmittel die jetzt in Fülle zu finden sind, schmecken entweder bitter (vor allem Küchenkräuter) oder haben eine bittere Wirkung im Körper.
So putzen bittere Lebensmittel die Blutgefäße frei und regen alle Säfte des Körpers an. 
Jede Funktion und Tätigkeit - bis zur kleinsten Feinstofflichkeit darf ihren Peak an Schaffenskraft erreichen.

Wem da der Körpersaft zu Kopfe steigt, darf sich gerne mit kühlenden und erfrischenden Lebensmitteln behelfen.
Der Goldstandard ist hier wohl die Wassermelone.
Ein Getränk zubereitet aus kalter Wassermelone mit etwas Zitrone und Ingwer stelle die perfekte Erfrischung aus Sicht der TCM an heißen Sommertagen dar.
Denn wir dürfen bei all der Pracht nicht vergessen, dass die Natur stets nach der Balance sucht.

Gerne kannst du auch die 

LEMON BALM REFRESHER


Limonade ausprobieren.
Das Rezept findest du auf meiner Instagram Seite und auch über den Button unten